Chatzis

Experten-Kommentar bei der Child10 Award-Verleihung

In der Online-Preisverleihung des Child10 Award, dieses Jahr unter dem Motto „Durch das Netz schlüpfen – Kinderhandel und kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern über Online-Plattformen“, kamen nicht nur die zehn Gewinner – darunter das Netzwerk gegen Menschenhandel – zu Wort, sondern auch andere Experten, die sich um die Bekämpfung des Kinderhandels und anderer Formen der kommerziellen sexuellen Ausbeutung von Kindern verdient gemacht haben.

Ilias Chatzis, Leiter der Abteilung Menschenhandel und Schleusung von Migranten bei UNODC (United Nations Office on Drugs and Crime), sagte: „Die Nutzung des Internets ist zu einem integralen Bestandteil des Modus Operandi krimineller Netzwerke geworden. Heute gibt es kaum noch einen Fall [von Kinderhandel/kommerzieller sexueller Ausbeutung von Kindern], in den keine Online-Plattform involviert ist. […] Es gibt sogar Fälle, die vollständig online stattfinden, ohne dass sich die Beteiligten jemals in der realen Welt begegnen.“

Die Bedeutung des Internets für Fälle von Kinderhandel und sexueller Ausbeutung hat in den letzten Jahren stark zugenommen – eine Entwicklung, die durch die Corona-Pandemie noch begünstigt wurde. Dies müsse sich, so Chatzis, auch in den Maßnahmen zur Bekämpfung der Verbrechen niederschlagen. Wir vom Netzwerk gegen Menschenhandel wollen darauf reagieren und unseren „Liebe ohne Zwang”-Workshops um die Komponente „Digitale Welt” erweitern.

Gefragt sind aber nicht nur NGOs, sondern auch die zwischenstaatliche Zusammenarbeit sowie eine öffentliche Anerkennung, eine klare Positionierung gegenüber und ein stärkeres Engagement gegen die Verbrechen durch den Privatsektor.

In den kommenden Wochen stellen wir Ihnen in der Rubrik "Aktuelles" sowie auf Facebook und Instagram weitere Experten-Kommentare und unseren eigenen Beitrag anlässlich der Verleihung vor.

 

Foto von Ilias Chatzis bei Twitter

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