FASTEN FÜR GERECHTIGKEIT

 Waage

Zur Fastenzeit vom 1. März bis 16. April wollen wir das Thema „Arbeitsausbeutung“ in den Fokus rücken. Wir wollen unser Konsumverhalten überdenken und auf unfaire Produkte verzichten.

Mit der „7 Wochen fair“ Kampagne wollen wir nicht nur Probleme aufzeigen, sondern auch Alternativen vorstellen. Jede Woche wird durch Video-Clips auf Facebook und Texte auf der Webseite informiert. Es werden Fair Trade Produkte und Projekte vorgestellt, die zeigen, dass es immer mehr Möglichkeiten gibt, beim Einkaufen anderen etwas Gutes zu tun. Je mehr Fair Trade gekauft wird, desto lauter ist die Forderung nach mehr Gerechtigkeit.

Durch die Globalisierung ist die Welt näher zusammengerückt. Unsere Schokolade kommt von der Elfenbeinküste, unser Kaffee aus Kolumbien und unsere Elektrogeräte werden in China mit Rohstoffen aus dem Kongo zusammengebaut. Nicht alle profitieren vom Welthandel. Die Wirtschaft will Gewinne maximieren und dafür werden Kosten gesenkt. Die Nachfrage nach billiger Massenware verstärkt den Druck. Und diesen Druck spüren vor allem die Produzenten im globalen Süden. Das sind Länder, in denen Arbeitsgesetze, Sicherheitsbestimmungen, Mindestlohn oder bezahlte Urlaubstage nicht gesetzlich festgelegt sind wie in Deutschland. Arbeiter werden ausgebeutet und als Sklaven gehalten. Viele Bauern verdienen so wenig, dass sie nicht für ihre Familie sorgen können.

Schriftzug 7 Wochen fair

Facebook:NetzwerkGegenMenschenhandel

Kontakt: Andrea Kern

Öffentlichkeitsarbeit und Projektassistenz

akern[at]netzwerkgm.de

Fachtagung Menschenhandel in Deutschland: Herausforderungen durch Flucht und Integration

Zusammen mit Gemeinsam gegen Menschenhandel und der Konrad-Adenauer-Stiftung organisierten wir die Fachtagung Menschenhandel in Deutschland: Herausforderungen durch Flucht und Integration vom 11.-12. November 2016 in Berlin.

Bei dieser Fachtagung standen folgende Themen im Fokus der Experten-Plenarsitzungen:

  • 1. Die aktuelle Lage von Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung in Deutschland
  • 2. Zusammenhänge zwischen Menschenhandel und Asylsuchenden
  • 3. Modelle für den Ausstieg und die Integration von Armuts- und Zwangsprostituierten

In den Workshops gab es für Organisationen die Möglichkeit, sich mit ähnlichen Einrichtungen auszutauschen. Darüber hinaus gab es Vertiefung zu verschiedenen, ausgewählten Themen. Für Teilnehmer, die sich noch nicht sehr tiefgängig mit dem Thema Menschenhandel auseinandergesetzt haben, bot die Fachtagung Workshops zum Grundlagenwissen. 

FMID

Benefiz-Adventskalender Gewinne!

Vielen Dank an alle, die uns mit dem Kauf eines Adventskalenders unterstützt haben! Wir haben fast alle Kalender verkauft und sehr nettes Feedback bekommen. Damit ihr ganz sicher sein könnt, ob ihr gewonnen habt gibt es hier nochmal die Gewinnernummern. Aber Achtung wenn eure Nummer nicht dabei sein sollte, bewahrt die Kalender weiter auf, denn für alle Gewinne, die bis zum 15.01.2017 nicht eingelöst werden, gibt es eine Neuverlosung und da könntest du wieder dabei sein...

Hier kannst du die bisherigen Gewinnzahlen einsehen

Neuigkeiten im Netzwerk gegen Menschenhandel

anikaSeit September 2015 bin ich beim Netzwerk dabei.

Ich heiße Anika und studiere im 5. Semester soziale Arbeit in Berlin an der Alice Salomon Hochschule. Nach meinem Abitur habe ich ein FSJ in zentral Asien gemacht, wo ich am eigenen Leib erfahren habe, was es heißt keine oder wenig Rechte zu haben, vor allem als Frau. Ich habe miterlebt wie Frauen auf offener Straße verschleppt wurden. Seitdem ich in Berlin bin habe ich mich ehrenamtlich bei einigen Menschenrechtsorganisationen engagiert. Darum habe ich für mein Praxissemester die Möglichkeit gesehen auch in einer solchen zu arbeiten. So bin ich auf das Netzwerk gestoßen und war von der Arbeit begeistert.

 

Vor allem das Liebe-ohne-Zwang Programm finde ich richtig gut, da ich weiß wie nötig  Aufklärung in dem Bereich ist. Es macht mir sehr viel Spaß mit tollen Kolleginnen und interessanten Themen in so vielen verschiedenen Bereichen zu arbeiten. Ich finde mein Praktikum sehr bereichernd und freue mich über die Zeit die ich hatte und die mir noch bis Ende Februar bleibt.

Kooperation

Das Netzwerk hat erstmals eine Kooperation mit der EBM India begonnen und das Ausbildungszentrum „Bridge of Hope“ in Gotlam finanziell unterstützt. Durch diese Arbeit wird (Kinder)Zwangsarbeit in Indien vermieden.

Anliegen

Politik

Unser Dachverband „Gemeinsam gegen Menschenhandel“ startet eine Briefaktion, an der sich jede und jeder der möchte, beteiligen kann, je mehr desto besser! Es geht um den neuen Entwurf des Prostituiertenschutzgesetzes, der Ende November veröffentlicht wurde. Leider ist der Entwurf nicht ausreichend, um Prostituierte vor Ausbeutung zu schützen. Wir können Einfluss auf die Politik nehmen und haben es im Vergangenen auch schon getan.

Darum wieder die Bitte:

Weiterlesen ...

Betroffene

Zuletzt unterstützten wir eine junge Frau aus Albanien, die von ihrem Mann jahrelang für sexuelle Belange an andere Männer verkauft wurde. Ihr gelang die Flucht, als eine andere, ebenfalls vom gleichen Mann ausgenutzte Frau ihn anzeigte. Er erhielt eine Gefängnisstrafe, doch die albanische Frau leidet unter schwersten Traumatisierungen. Sie brauchte ein ärztliches Attest, welches bestätigt, dass ihre psychische Verfassung labil ist, da ihr nun die Abschiebung droht. Trotz existierender Blutrache und anderen menschenrechtswidrigen Umständen wurde Albanien von der EU als sicheres  Herkunftsland eingestuft, in welches die Frau bedenkenlos zurückgesandt werden sollte. Die Kosten für die Untersuchung übernahmen wir. Bitte betet für diese Frau.

Newsletter

Gegen Menschenhandel
On Tour

Unsere Teams des „Netzwerks gegen Menschenhandel“ bieten an, in Ihren Gottesdienst zu kommen und ihn zu gestalten. Sie werden über das Thema Menschenhandel informieren, wachrütteln und Tipps mitgeben, wie wir alle uns „menschenfreundlicher“ verhalten können.

Zu den Terminen